SV zur Erhaltung der Zucht der Italiener  seltener Farbenschläge
 

Blau

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Die Blauen sind der älteste Farbenschlag unter den seltenen Farbenschlägen, im 18. Jahrhundert wurden sie in der Literatur erstmals erwähnt. Als Herauszüchter der blauen Italiener gilt Ernst Schneider/Niederoderwitz. Seit Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Farbenschlag regelmäßig ausgestellt. In der Musterbeschreibung von 1913 war die Farbe als schieferblau mit schmaler dunkelblauer, fast schwarzer Säumung beschrieben. Die Hochburg dieses Farbenschlages war in den folgenden Jahren Thüringen und Sachsen.
Nach dem 2. Weltkrieg wurden die Blauen in Westdeutschland ungesäumt verlangt, da bei dieser Variante die gelbe Lauffarbe der Hennen  gefestigter war. In der DDR hielt man an der gesäumten Variante fest und übte größere Toleranz in der Bewertung der Lauffarbe. Nach dem Wegfall der innerdeutschen Grenze fällte man ein salomonisches Urteil und ließ fortan gesäumt und ungesäumt nebeneinander zu. Die rein gelbe Lauffarbe war inzwischen in beiden Varianten weitgehend gefestigt, auch gab es auf jeder Seite hervorragende Vertreter des Farbenschlages. In der neuen Musterbeschreibung heißt es jetzt: „Die Grundfarbe ist ein gleichmäßiges Taubenblau mit oder ohne Saum (etwas hellere oder dunklere Grundfarbe ist vorläufig noch gestattet).“
Musterbeschreibung:
HAHN: Die Grundfarbe ist ein gleichmäßiges mittleres Taubenblau mit oder ohne Saum (etwas hellere oder dunklere Grundfarbe vorläufig noch gestattet). Kopf-, Hals- und Sattelbehang tief dunkelblau bis samtschwarz. Haupt- und Nebensicheln tief dunkelblau. Untergefieder hellblau.
HENNE: Grundfarbe ist ein gleichmäßiges mittleres Taubenblau, mit oder ohne Saum (etwas hellere oder dunklere Grundfarbe vorläufig noch gestattet). Halsbehang tief dunkelblau. Untergefieder hellblau. Leicht grünlich gelbe Lauffarbe gestattet.
Grobe Fehler: Sehr blasse, fast schwarze oder fleckige Grundfarbe; bräunlicher Halsbehang; Halbmondsäumung; Schilf in den Sichelfedern; zu grüne oder dunkle Lauffarbe.


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